Entstehung der Städtepartnerschaft

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Entstehung der Städtepartnerschaft

Die ersten Bande zwischen Sigmaringen und Boxmeer wurden 1665 geknüpft. Damals arbeiteten die regierenden adligen Häuser Berg (Boxmeer) und Hohenzollern (Sigmaringen) einen Ehevertrag für die Heirat von Maria Clara van de Berg und Thronfolger Maximilian von Hohenzollern-Sigmaringen aus. Die Ehe wurde am 12. Januar 1666 durch den Pfarrer Antonius Peelen in der Petruskirche in Boxmeer geschlossen und gesegnet.

Von da an zeigte das Fürstenhaus Hohenzollern großes Interesse an Boxmeer. Im Juni 1712 wurde Maria Claras Enkel, Frans Willem von Hohenzollern, Erbe des Hauses Berg und im Mai 1781 fiel, nach dem traurigen Tod des Grafen Johan Baptist, die Herrschaft Boxmeer an seine Schwester Johanna, Fürstin von Hohenzollern-Sigmaringen. Von 1758 (der Gefangennahme von Johan Baptist) bis zur Übernahme durch die Franzosen (18. Dezember 1797) war die freie Herrschaft Bestandteil von Hohenzollern und wurde Boxmeer (als Kolonie) aus Sigmaringen regiert.

Auf kulturellem und künstlerischem Gebiet wurden die alten Bände ab 1970 wieder aufgegriffen und erneuert. Eine sehr wichtige Rolle spielte hierbei das ‘Boxmeers Vocaal Ensemble’ und der Chor ‘Frohsinn’ aus Sigmaringen. In den darauffolgenden Jahren folgten viele Besuche, vokale Auftritte, Konzerte und Austausche. Diese Kontakte, die natürlich noch bestehen, waren sehr erfolgreich und intensiv, was in vielen persönlichen Freundschaften auf kommunalem und administrativem Niveau gipfelte. Um 1985 folgten die Feuerwehrkorps  von Boxmeer und Sigmaringen diesem Vorbild und im Sommer 1998 reiste die Harmonie ‘Semper Unitas’ aus Sambeek nach Sigmaringen.

Da sich stets mehr Parallelen auf den Gebieten Bildung, shopping, Sport, Verwaltung und Betreuung herauskristallisierten, wurde der Wunsch nach einer Formalisierung der Kontakte immer größer. Am 7. September 2000 stimmte der Rat von Boxmeer einer Städtepartnerschaft mit der Stadt Sigmaringen zu. Daraufhin wurde am 28. April 2001 auf dem Schloss in Boxmeer durch beide Bürgermeister eine Unterschrift geleistet: 335 Jahre nach der Hochzeit von Maria Clara.

Danach wurde ein Lenkungsausschuss gegründet, der mehrere Schichten des Boxmerschen Zusammenlebens umfasst. Diese Projektgruppe bekam die Aufgabe konkrete Austauschprojekte auszuarbeiten. Die Jahre 2003 und 2004 waren sehr fruchtbar. Es wurden Pläne für gegenseitige Besuche von Jüngeren und Älteren sowie dem Austausch ganzer Schulklassen geschmiedet. Im Jahre 2003 entstand die Idee eines Monumentes, welches im Frühjahr 2004 in Sigmaringen (während der Eröffnung des neuen Rathauses am 8. Mai) und in Boxmeer (am 6. Juni) enthüllt wurde. Zahlreiche Künstler aus Sigmaringen stellten ihre Kunstwerke bei der Eröffnung des Weijerparks in Boxmeer aus.